Zum Hauptinhalt springen

Zum dritten Mal trafen sich die rheinischen Delegierten in Ransbach-Baumbach

Am 24. November 2019 trafen sich die rheinischen Schützinnen und Schützen bereits im dritten Jahr in der Stadthalle der Töpferstadt Ransbach-Baumbach zu ihrer alljährlichen Delegiertenversammlung. Anwesend waren schlussletztlich 149 Delegierte. Dies waren 97 Vereinsvertreter (42 aus dem Gebiet Nord, 23 aus Mitte und 32 aus Süd), 27 Mitglieder des Gesamtvorstandes, 22 Kreisvorsitzende und drei Ehrenmitglieder.

Nachfolgend nun zunächst eine kurze Zusammenfassung des gestrigen Tages. Ausführlich mehr im kommenden RSB-Journal 1/2020, einschließlich der Reden und Grußworte nebst Protokoll.

Der Festakt

Der Delegiertentagung vorangestellt wurde in diesem Jahr erstmals ein gesonderter Festakt. Hier begrüßte der Präsident zunächst einmal insbesondere die anwesenden Gäste sowie die Ehrenmitglieder. So Jürgen Kohlheim und Klaus Zündorf, den DSB-Vizepräsident Recht, Walter Wolpert, aber auch ebenso den langjährigen früheren RSB-Vizepräsidenten des Gebietes Süd, Günther Bomm. Entschuldigt werden musste der ebenfalls eingeladene Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Jochen Borchert, aus persönlichen Gründen.

In seinem nachfolgenden Grußwort bedankte sich DSB-Vize Walter Wolpert zunächst einmal für die ergangene Einladung und richtete die besten Grüße des DSB-Präsidenten Hans-Heinrich von Schönfels sowie des gesamten DSB-Präsidiums aus.

Folgend berichtete er dann über den aktuellen Stand des Waffenrechts, muss doch die EU-Feuerwaffenrichtlinie final bis zum 31.12.2019 umgesetzt werden. Vorangegangen seien intensive Gespräche zwischen den betroffenen Verbänden und der Politik. Leider habe es viele Höhen und Tiefen gegeben. Zunächst sollte die Umsetzung der Richtlinie keinerlei Verschärfungen für die Schützen bringen. Letztendlich sei jedoch weit über das Ziel hinausgeschossen worden und nicht geeignet, den illegalen Waffenbesitz zu bekämpfen. Dies sei von allen Verbänden, die eng wie nie zuvor zusammengearbeitet hätten, kritisiert worden.

Das am 6. November 2019 geführte Gespräch des DSB und des BSSB mit dem Bundesinnenminister Horst Seehofer und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann könnte hier einen Durchbruch gebracht haben. So müsste bezüglich des Bedürfnisses das regelmäßige Schießen nicht mehr an 18 Schießtagen pro Waffe erfolgen. Die Zehn-Jahres-Frist müsste nicht separat für jede Waffe erbracht werden. Die Bedürfnisprüfung sollte dann nach fünf und nach zehn Jahren erfolgen, danach reiche die Bescheinigung des Vereins. Schießnachweise müssten demnach nicht mehr für jede Waffe erbracht werden, sondern nur noch nach Kurz- bzw. Langwaffe. Letztlich lege aber die Verabschiedung des Gesetzes in den Händen des Parlaments.

Beim Vorderlader und der Armbrust soll alles unverändert bleiben. Allerdings werde von der geplanten Magazinregelung nicht abgegangen. Deutschland sei damit das einige EU-Land mit einer solchen Regelung. Auch komme die verbindliche Verfassungsschutzabfrage. Dies werde den Erwerb verzögern. Die Berichterstatter der CDU und der SPD hätten sich den Vorschlägen des Bundesverbandes gegenüber sehr aufgeschlossen gezeigt. Der DSB werde alles tun, um eine verträgliche Umsetzung der Richtlinien für Sportschützen zu erreichen. Man habe sich an der derzeit laufenden Petition nicht beteiligt.

Bei seinen weiteren Themen ging es um das Verbot bleihaltiger Munition, dem derzeitigen Stand des Bundesleistungszentrums in Wiesbaden, der geplanten 70 m-Bogenhalle in Berlin sowie den Zuschüssen für den Leistungssport. Abschließend wünschte Walter Wolpert der anstehenden Versammlung einen angenehmen Verlauf.

Die Ehrungen

Fortgesetzt wurde der Festakt dann mit den Ehrungen der erfolgreichsten SportlerInnen sowie einiger herausragender Ehrenamtlicher. Begonnen wurde mit der Sportlerehrung durch den Landessportleiter Norbert Zimmermann, unterstützt durch den Landesjugendleiter Stephan Oesterbeck und Präsident Willi Palm.

Leider konnten nicht alle zu Ehrenden an diesem Tag anwesend sein. So standen an diesem Vormittag 15 Deutsche Meister auf der Bühne. Norbert Zimmermann verwies in seiner Ansprache unter anderem darauf, dass das Sportjahr 2019 mit 44 Gold-, 38 Silber- und 54 Bronzemedaillen nochmals erfolgreicher gewesen sei als das Vorjahr.

Insbesondere sei hier Junior Bastian Blos und der Pistolenschütze Dr. Markus Bartram mit jeweils sieben Einzel- bzw. Mannschaftsmedaillen zu nennen. Letzterer habe dabei einen weiteren neuen nationalen Finalrekord erringen können. Auch International hätten unsere rheinischen Sportlerinnen und Sportler wieder einmal überaus erfolgreich abgeschnitten. Dazu zähle Bastian Blos, Markus Gather und Luca-Marie Heuser. Anna Janßen sei mit sieben Einzel- und Mannschaftsmedaillen die international erfolgreichste Sportlerin des Jahres 2019.

So errang sie in diesem Jahr bei den Europameisterschaften in Osijek (Kroatien) und Bologna (Italien) u. a. zwei Silber- und eine Bronzemedaille mit dem Luftgewehr, Gold in der Mannschaftswertung KK-Freie Waffe und ebenso Gold in der Einzelwertung. Dazu stellte sie einen neuen Final- und Weltrekord auf. Zwei weitere Goldmedaillen errang sie darüber hinaus beim Junioren-Weltcup in Suhl im KK-Dreistellungskampf, sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung. Dazu wurde ein weiterer Junioren-Weltrekord mit der Mannschaft erzielt. Außerdem nahm sie mit hervorragenden Ergebnissen an den Weltcups in Peking (China) und Rio de Janeiro (Brasilien) teil.

Folgend trug Gustav Hansel als Vorsitzender des Ehrungsausschusses die Ehrungen unserer Ehrenamtlichen vor. Unterstützt wurde er hierbei durch Präsident Palm und DSB-Vize Wolpert. Geehrt wurden: Manuela Göbel mit der goldenen Verdienstnadel des DSB; Wolfgang Pfaffenberger, Achim Veelmann, Uwe Schlabbers, Werner Seifert und Werner Konz mit dem DSB-Ehrenkreuz in Gold; Giuseppe Volpe, Werner Eismar, Klaus Bruch, Hartmut Weiss und Sabine Ley mit der Medaille am grünen Band des DSB; Peter Hoffmann und Rudolf Krell mit dem goldenen Ehrenwappen des RSB; Michael Albrecht mit dem Ehrenbrief des RSB. Karl Krapp wurde unter „Standing Ovations“ zum neuen Ehrenmitglied des RSB ernannt.

Dittmar Gerwien konnte an diesem Tag seine Ehrung, das goldene Ehrenwappen des RSB, aus persönlichen Gründen leider nicht entgegennehmen.
Und Michael Albrecht erhielt eine weitere Ehrung durch das Gebiet Nord. Dazu überreichte ihm Vize Achim Veelmann die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft im Gebiet Nord und dazu gab es die traditionelle Grubenlampe. Zusätzlich gab es einen Blumenstrauß für Sabine Ley, die nun nicht mehr kandidiert. Dann hatten die Damen das Wort, unter dem Motto „Ehrenamtler lassen Taten sprechen“ wurden in diesem Jahr drei RSB-Bienen an engagierte Frauen verliehen. Die Ehrung wurde durch die stellvertretende Damenleiterin Hildegard Mehlkopf vorgenommen. Geehrt wurden an diesem Tag Elke Kliebisch, Ute Fischer und Brigitte Brachmann.

Es folgten die Ehrungen um den Jugendförderpreis. Vorgetragen durch die stellvertretende Landesjugendleiterin Vanessa Manns. Hierzu wurden alle beteiligten neun Vereine auf die Bühne gebeten. Sieger wurden die SpSch AvL Hamminkeln vor dem SSV Neus-Reuschenberg und dem SV Leuzbach-Bergenhausen. Hierbei wurden auch die ausgelobten Geldpreise überreicht (1. Platz 250,-- €, 2. Platz 150,00 € und 3. Platz 100,00 €).

Nun kam man zur Preisverleihung „Schützenbrauchtum trifft Moderne“. Hierum hatten sich trotz mehrfacher Erinnerung leider nur zwei Vereine beworben. Es gewann die St. Sebastiani Bruderschaft Anno 1433 Ratingen vor dem BSV Holthausen 1928. Als Preisgeld waren 500,-- € für den ersten Platz bzw. 400,-- € für Platz zwei ausgelobt worden. Abschließend stellte Gustav Hensel den Delegierten die Entwürfe zur neuen Jubiläumsmedaille vor. Entworfen von Werner Jungblut und Dominik Harnischmacher.

 

Die Delegiertentagung

Nach einer kurzen Mittagspause eröffnete Präsident Palm dann die Delegiertentagung und begrüßte zunächst nochmals alle Delegierten. Es folgte das Totengedenken. Besonders genannt wurden hier Dieter Brachmann, Johann Krost, Rüdiger Scharfenstein und Winfried Ostertag. Anschließend benannte man Werner Jungblut zum Protokollführer. Entschuldigt wurde präsidiumsseitig an diesem Tag der erkrankten Landesschatzmeister Heinz Markert.

Die Berichte

Nach Abhandlung weiterer Regularien, Feststellung der Anwesenheit und des Stimmrechts, Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls der Delegiertenversammlung 2018 kam man dann zu den Berichten und Informationen des Präsidiums. Mit Ausnahme des Präsidentenberichts lagen alle weiteren Berichte den Delegierten ausgedruckt im aktuellen RSB-Journals 5/2019 vor. Zum Teil gab es hier nachfolgend weitere mündliche Ergänzungen einzelner Präsidialer.

Zunächst hielt Präsident Palm einen kurzen Rückblick über die vergangenen zwölf Monate. Dazu gab er einen kurzen Hinweis bezüglich der beendeten Auseinandersetzungen mit dem Pfälzischen Sportschützenbund, den nun gemeinsamen Anstrengungen im Leistungssport und der zwischenzeitlich gebildeten gemeinsamen ARGE. Seine weiteren Hinweise galten dem ermüdenden Thema Waffenrecht. Die Politik nehme die Schützen nicht ernst und stelle sie unter Generalverdacht. Dies könne uns nicht egal sein. Man werde sich die gegen uns gerichteten Verschärfungen und Einschränkungen nicht gefallen lassen. Ebenso werde das Thema Blei in der EU an Dramatik zunehmen. Auch hier müsse man sich formieren. NRW-seitig sei für den 3. Dezember 2019 in der Staatskanzlei eine Konsultation vereinbart worden. Von Seiten der Landesregierung in RLP habe man noch nichts gehört. Es sei nicht unser Ziel nur Lichtgewehr zu schießen.

Die neue Homepage des RSB sei nun ein Jahr aktiv. Ständig gebe es neue Inhalte. Zwischenzeitlich habe man bei einem internationalen Wettbewerb für die Programmiersprache sogar einen 3. Platz in der Sparte Sport erhalten. Palm rief folgend die Versammlung einmal mehr dazu auf, den RSB-Newsletter zu abonnieren. Eine große Anzahl von Abonnenten mache den Verband auch für weitere Sponsoren interessanter. Mit den Firmen Möbel Höffner und dem Reisebüro Berge und Meer habe der Verband neue Premium-Partner erhalten. Seit einiger Zeit werde die Öffentlichkeitsarbeit im Verband durch einen Volontär unterstützt. Mit einem Testballon bezüglich Social Media werde man 2020 starten.

Seine weiteren Hinweise galten dann dem neuen Mitgliederverwaltungsprogramm RSB-ZMI. Die zwischenzeitlich im gesamten RSB-Gebiet durchgeführten 20 Schulungsveranstaltungen seien allesamt ausgebucht gewesen. Mit dem Verschicken der Lizenzen habe man begonnen. Zu Beginn des kommenden Jahres starte man mit dem Versand der neuen Mitgliedsausweise. Enttäuscht zeigte sich Palm über die Entscheidung des DSB, die durch den RSB in Kalkar angebotene Ausrichtung der EM Druckluftwaffen 2022 nicht zu ermöglichen. Weitere Informationen betrafen dann das anstehende Verbandsjubiläum 2022 in Düsseldorf. Als Termin nannte der Präsident hier den 23. bis 25. September 2022. Außerdem erwähnte er das sich in Arbeit befindende Jubiläumsbuch, den Vertrag mit der Gastronomie Rheinterasse, den Empfang beim OB sowie eine geplante Ausstellung im Rathaus. Schlussletztlich bedankte er sich bei Gustav Hensel und seinem Team. Er berichtete außerdem über die Zunahme von Ehrungen. Bis dato habe man bereits über 90 Präsidentenmedaillen verliehen. Hierdurch entstehe ein höherer Zeitaufwand und ein mehr an Reisekosten, daher suche man dringen nach Lösungen.

Willi Palm berichtete dann über Kostensteigerungen bei den Grund- und Bodenkosten. Hier entwickelten sich die Energiekosten rasant nach oben. Eine weitere fünf prozentige Erhöhung sei bereits angekündigt worden. Nach 15 Jahren sei außerdem eine Gebäudeunterhaltung notwendig geworden. Dem akuten Mäusebefall in der Geschäftsstelle sei die Klimaanlage zum Opfer gefallen. Ersatzteile gebe es für dieses Modell allerdings nicht mehr. Zudem müsse die technische Ausrüstung erneuert werden. Auch sei der Einbau von Sonnenkollektoren zu überlegen oder auch eine E-Tankstelle einzurichten. Ebenso müsse man zukünftig die Fahrstrecken zu den Landesverbandsmeisterschaften im Auge behalten und entsprechende Lösungen suchen.

Darüber, dass der Schützenwald bei der Jugend wieder zum Thema werde, zeigte er sich erfreut. Mit dem Thema Beiträge sprach der Präsident folgend einen weiteren Punkt an. 2017 habe man ein Beitragsmodell vorgestellt - wie schon zuvor 2014. Palm hoffte darauf, nun im kommenden Jahr das Thema abschließend bearbeiten zu können. Man sei, so die Klarstellung, eine Solidargemeinschaft. Allerdings müsse den verschiedenen Strömungen Rechnung getragen werden. Den bestehenden Mitgliederschwund dürfe man jedoch nicht aus den Augen verlieren. Zu Beginn seiner Präsidentschaft habe es noch rund 80.000 Mitglieder gegeben, derzeit seien es noch rund. 77.000. Am vergangenen Wochenende habe er die Messe „Heim, Mode und Handwerk“ in Essen besucht, hier habe ihm das große Interesse der Besucher und der zeitweise große Andrang an den Schießständen erstaunt. Dies müsse man in Mitgliederakquise umsetzen. Insbesondere dankte er dem Messereferenten des Bezirks 02, „Ecki“ Truglowski.

Auch hoffte der Präsident darauf, dass die neue Mitgliederverwaltung störungsfrei anlaufe. Folgend sagte er zu, dass der Beitragsdebatte eine aufgabenkritische Überprüfung vorausgehen werde. Man wolle eine gerechte Beitragssituation herbeiführen. So werde man alle Einnahmen und Ausgaben sowohl nach Ursache als auch nach Höhe überprüfen. Hierbei seien Überlegungen anzustellen, was in das Solidargefüge reingehöre oder was nach den Ursachen zweckgebunden zu verwenden sei. Dazu werde eine Beitragskommission eingerichtet. Falls der Mitgliederverlust nicht umgekehrt werden könne, so Palm weiter, müsse man die heutige Serviceleistung in Frage stellen. Mit Hinweisen zu den Orten und Terminen der kommenden Delegiertentagungen endete der Bericht des Präsidenten.

Von Seiten des Vizepräsidenten Nord, Achim Veelmann, folgten noch einige mündliche Ergänzungen zu den weiteren Aktivitäten im Gebiet Nord. So informierte Veelmann über die Gebietsgesamtvorstandssitzung am 24. September 2019, über den Mitgliederzugewinn gegen den Trend mit 900 Neuzugängen in Nord, über die Gebietsmeisterschaft am 28. September 2019 in Brünen sowie über die Gebiets-Delegiertentagung am 16. Oktober 2019 in Essen. Vize Veelmann begründete abschließend anhand eines Beispiels seine Auffassung über die zukünftige Umfirmierung des Referenten für Tradition und Brauchtum in Vizepräsidenten für Tradition und Brauchtum abzuändern.

Auch die Vizepräsidentin Mitte, Sabine Ley, hatte noch einige mündliche Ergänzungen abzugeben. So informierte sie über die Gebietsmeisterschaft vom 21. und 22. September 2019 in Frechen sowie über die Gebiets-Delegiertentagung am 9. Oktober in Gymnich. Hier sei seitens der Gebietsdelegierten Mitte auch Joachim Mehlkopf zu ihrem Nachfolger bestimmt worden. Zu den vorliegenden Berichten der weiteren Präsidiumsmitglieder gab es keine weiteren Ergänzungswünsche. Geschäftsführer Uwe Pakendorf informierte die Delegierten dann folgend noch über den derzeitigen Stand des neuen Mitgliederverwaltungsprogramms RSB-ZMI, zur Vergabe der Lizenzen und über den bisherigen Stand der Schulungen. So konnten bereits 450 Vereine angeleitet werden. Weitere Schulungen gäbe es am 11. und 12. Januar 2020 bzw. 25. und 26. Januar 2020 in Leichlingen.

Den Bericht der Rechnungsprüfer hielt Eckhard Wilms. Die Rechnungsprüfung hätte am 6. Juni 2019 in der Geschäftsstelle des Verbandes in Leichlingen stattgefunden. Alle relevanten Unterlagen seien den Rechnungsprüfern vorgelegt worden. Anhand der Kontoauszüge habe man das in der Bilanz ausgewiesene Umlaufvermögen auf den Bankkonten vollständig übergeprüft. Größere Ausgabenpositionen seien hierbei stichprobenartig kontrolliert worden. Es hätten sich keinerlei Beanstandungen ergeben. Eckhard Wilms schloss seinen Bericht nicht ab, ohne zuvor den Antrag auf Entlastung des Geschäftsjahres 2018 unter TOP 8 zu stellen. Mit der nachfolgenden Aussprache konnten die Berichte abgeschlossen werden. Mit Ausnahme einer Terminkorrektur standen keine weiteren Wortmeldungen an. Heinrich Terporten bat namens der Delegierten dann um freundliche Weitergabe der Genesungswünsche für den erkrankten Schatzmeister Heinz Markert.

Die Finanzen

Zum Punkt Nachtragshaushalt 2019 und Haushalt 2020 erläuterte der Geschäftsführer Uwe Pakendorf stellvertretend für den Schatzmeister mittels Beamer das vollständige Zahlenwerk. (Hierzu wird redaktionell auch auf die Seiten 6-10 der Ausgabe 5/2019 des RSB-Journals verwiesen.) Den Nachtragshaushalt 2019 stimmten die Delegierten einstimmig zu. Ebenso - bei einer Enthaltung -den Haushalt 2020. Aus der Versammlung heraus bat man aber auch um eine schnellere Lösungsfindung bezüglich der in den kommenden Jahren zu erwartenden Fehlbeständen.

Die Delegierten wurden dann um Vorschläge für die Wahl eines Wahlausschusses gebeten. Von Seiten des Gebietes Nord schlug man hierzu den Bezirksvorsitzenden 03, Uwe Schlabbers, vor. Von Seiten des Gebietes Mitte Paul Hastrich, BV 08, und von Seiten des Gebietes Süd Professor Dr. Willy Werner, BV 12. Weitere Vorschläge standen nicht an. Schlabbers und Hastrich wurden einstimmig benannt, Professor Dr. Werner erhielt zwei Gegenstimmen. Aus seinen Reihen bestimmte der Wahlausschuss dann Paul Hastrich zu seinem Vorsitzenden. Zunächst einmal, so die Feststellung Hastrichs, seien nun 142 der 149 Anwesenden stimmberechtigt (da sieben Präsidiumsmitglieder zur Wahl bzw. Wiederwahl anständen und hierdurch erst einmal nicht stimmberechtigt seien). Die anstehende Entlastung für das Geschäftsjahr erfolgte einstimmig.

Die Satzungsänderung

Nun kam man zur Satzungsänderung, die vom Ausschuss für Verbandsentwicklung unter dem Vorsitz von Robert van Eisern erarbeitet worden sei. Dem Ausschuss hätten Vertreter der Kreise, der Bezirks und der Gebiete angehört. Dazu habe man in den vergangenen zwei Jahren auch viele Anregungen von außen entgegennehmen können. Da kein Änderungsantrag vorläge, sei eine en-Block-Abstimmung möglich. Diesem Vorschlag stimmten dann 132 Delegierte zu, zehn lehnten dies ab.

Nachfolgend dankte Robert van Eisern zunächst insbesondere seiner Arbeitsgruppe. Folgend wurde ein Vorschlag von den Delegierten angenommen, den finalen Termin für einen Vereinsaustritt vom derzeit 15. November auf den 15. September eines Jahres vorzuziehen. Vonseiten des Ausschussvorsitzenden wurde noch vorgeschlagen, die notwendige Ergänzung bei § 8 vorzunehmen. Angenommen wurde auch noch eine kleinere redaktionelle Korrektur. Ein Hinweis zur Korrektur im § 2.1 wurde für die nächste Satzungsänderung vorgemerkt. Die Satzungsänderung wurde dann mehrheitlich bei zehn Neinstimmen sowie einer Enthaltung angenommen.

Die Wahlen

Nun stand für die meisten Präsidiumsmitglied ein Wahlvorgang an. Teils auch nur aufgrund der bei der Satzungsänderung erfolgten Umfirmierung bei verbleibenden Wahlrhythmus. So wurde der Vizepräsident und Gebietsvorsitzende Nord, Achim Veelmann, mit einer Neinstimme und bei drei Enthaltungen bis 2023 wiedergewählt. Neu gewählt wurde Joachim Mehlkopf als Vizepräsident und Gebietsvorsitzender Mitte, einstimmig bei einer Enthaltung bis 2023. Erstmals nach der Satzungsänderung wählten die Delegierten dann Gustav Hensel zum nunmehr Vizepräsidenten für Tradition und Brauchtum mit einer Neinstimme und bei neun Enthaltungen bis 2021. Ebenfalls nach erfolgter Satzungsänderung wurde dann Robert van Eisern zum Landesjustitiar bei zwei Enthaltungen einstimmig bis 2023 ins Präsidium gewählt.

Zum Landessportleiter wiedergewählt wurde folgend Norbert Zimmermann mit drei Neinstimmen bis 2023. Das bisherige Amt der Landesdamenleiterin, nun nach Satzungsänderung in Landesgleichstellungsbeauftragte umfirmiert, leitet weiterhin Brigitte Brachmann, einstimmig bei einer Stimmenthaltung bis 2021. Wiedergewählt wurde auch der Landesbildungsbeauftragte Volker Nehmke mit einer Neinstimme und bei vier Enthaltungen bis 2023. Da eine Wiederwahl von Bernd Kreus zum Rechnungsprüfer Satzungsgemäß nicht mehr möglich war, schlug die Jugend folgend Frank Stache als Nachfolger vor. Stache wurde im folgenden Wahlgang einstimmig gewählt.

Das Schlusswort

Den Delegierten wurde dann zunächst einmal Ort und Termin der Delegiertenversammlung 2020 zur Kenntnis gegeben. Sie wird am 22. November 2020 wiederum in Ransbach-Baumbach erfolgen. Nachdem der Versammlung keine Anträge vorlagen und es auch zum Punkt Verschiedenes keine Wortmeldungen gab, beendete Präsident Willi Palm die diesjährige Delegiertentagung. Er dankte für die Geduld und die Ausdauer, die auch für diese Sitzung notwendig war. Insbesondere freute sich Willi Palm darüber, dass nunmehr die Satzungsänderung verabschiedet werden konnte. Schlussletztlich nahm er die Gelegenheit wahr, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellvertretend für alle Schützinnen und Schützen einmal zu danken. Ebenso richtete er einen Dank an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den besten Wünschen für die anstehenden Feiertage und einer guten Heimfahrt war die Delegiertentagung 2019 zu Ende.

Haben Sie Feedback für uns?

Ihr Kommentar wird verbandsintern an die zuständige Person/Gruppe weitergeleitet und nicht auf der RSB-Webseite veröffentlicht.