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Durchführung der Rheinland- und Landesoberligen

Wie sicherlich bekannt ist, hat sich der Deutsche Schützenbund (DSB) auf mehrheitlichen Beschluss des Ligaausschusses Gewehr / Pistole des DSB dazu entschlossen, die 1. und 2.Bundesliga Luftgewehr und Luftpistole offiziell abzusagen. Eine genauere Begründung ist auf der Homepage des DSB nachzulesen.

Unter diesem Eindruck entstand auch im Rheinischen Schützenbund (RSB) die Frage, wie  mit dieser Entscheidung für die Rheinland- (RHL) und die Landesoberligen (LOL) (Luftgewehr, Luftpistole, Luftgewehr – Auflage) in den drei Gebieten umgegangen wird. Einerseits möchte man natürlich keinesfalls leichtfertig zu einer weiteren Verbreitung des Coronavirus beitragen und auch niemanden gesundheitlich gefährden, andererseits zeigen die viele Meinungsäußerungen von Sportler*innen, dass sie gerne auch wieder ihrem Schießsport in Wettkämpfen nachgehen möchten. Darüber hinaus wird in anderen Sportarten, selbst in den mit Kontakten, mittlerweile wieder bis an die unterste Ebene der Sport- und Wettkampfbetrieb aufgenommen.

In diesem Spagat der Entscheidungen haben die Ligaleiter der betroffenen Ligen nach der Abstimmung der Vereine, dass sie mehrheitlich die Ligasaison 2020/21 schießen möchten, eine Wettkampfplanung entworfen, die beiden Gesichtspunkten Rechnung trägt: bei den nunmehr vorgesehenen Einzelwettkämpfen sind immer nur 2 Mannschaften zu einem Zeitpunkt vor Ort und längere Verweildauern sind nicht notwendig. Andererseits schießen die Sportler*innen trotzdem in einem spannenden Wettkampf im gewohnten System. Dies ist ein Kompromiss, der auch durch den Verband mitgetragen werden kann.

Auch nach der Entscheidung des DSB und unter Zugrundelegung der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus haben diese Entscheidungsgrundlagen weiterhin Gültigkeit und der Ligaausschuss des RSB hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die RHL und die LOL in den Druckluftdisziplinen weiterhin wie besprochen durchzuführen.

Hierzu gibt es folgende zwei Änderungen bzw. Ergänzungen:

  1. Da aufgrund der Entscheidungen des DSB kein Aufstieg in die 2. Bundesliga möglich ist, aber auch aus dieser Liga kein Mitgliedsverein des RSB absteigen kann, wurde entschieden, dass auch zwischen der RHL und den LOL kein Auf- und Abstieg stattfindet. Die Ligen werden auf dem Stand vor Saisonbeginn 2020/21 eingefroren und in dieser Konstellation zu Beginn der nächsten Ligasaison 2021/22 fortgesetzt (unter der Berücksichtigung etwaiger Mannschaften, die dann nicht weiter teilnehmen möchten). Die jetzigen Wettkämpe werden normal gewertet und die Sieger erhalten, wie bisher, entsprechende Pokale/Urkunden. Daher wird auch ganz normal ein Startgeld erhoben. Somit muss keine Mannschaft absteigen oder an irgendwelchen Relegationswettkämpfen teilnehmen (anders als bisher vorgesehen).
  2. Aufgrund der Tatsache, dass in einigen der betroffenen Ligen 2. und 3. Mannschaften aus Mitgliedsvereinen sind, deren 1. Mannschaft nun nicht in der 1. oder 2. Bundesliga starten kann, ist es für den sportlich fairen Wettkampf innerhalb der RHL bzw. LOL nicht zielführend, wenn nun diese (Spitzen-) Schützen*innen aus der 2-3 Klassen höheren Mannschaft in den unteren Klassen starten, da hier der Leistungsunterschied doch zu groß ist und keine vergleichbaren Wettkämpfe zustande kommen würden. Andererseits sind die Meldungen der Mitgliedsvereine in ihrer Anzahl recht unterschiedlich gewesen, so dass die Entscheidung getroffen wurde, dass die ersten 4 deutschen Schützen*innen der Setzlisten der Vereine in den 1. und 2. Bundesligen (Stand: 29.09.2020) (also die 4 deutschen Schützen*innen mit den höchsten Schnittergebnissen) in allen Mannschaften der RHL und den LOL kein Startrecht haben. Es mag sein, dass sich hier der eine oder andere Mitgliedsverein ungerecht behandelt fühlt oder starke Schützen*innen aus bestimmten Gründen doch gerne starten möchten, aber letztlich ist es sportlich nicht fair, wenn leistungsstarke Schützen*innen aus den oberen Ligen in unteren Ligen starten, die nicht ihrem Leistungsniveau entsprechen. Aus diesem Grund gibt es im normalen Wettkampfbetrieb auch die Startsperre für Stammschützen höherer Ligen in den untersten Ligen.
    Ergänzung (Stand: 01.10.2020): Es darf in jedem Wettkampf 1 (in Worten: EIN) Schütze*in aus den ersten 4 deutschen Schützen*innen der jeweiligen Setzlisten der 1. und 2. Bundesliga (Stand: 29.09.2020) eingesetzt werden. Dieser darf natürlich von Wettkampf zu Wettkampf wechseln.

Es wäre wünschenswert, dass die betroffenen Mitgliedsvereine auch die gemeldeten Ausländern*innen der höheren Ligen nicht extra für einen RHL- oder LOL-Wettkampf einfliegen lassen und deshalb ist auf eine entsprechenden Regelung verzichtet worden, da es doch eher ein unwahrscheinlicher Einzelfall sein dürfte.

Es wird nochmals ausdrücklich daraufhingewiesen, dass die allgemein geltenden AHA-Regeln (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) unbedingt eingehalten werden sollten und ebenfalls die örtlichen Hygienekonzepte der gastgebenden Vereine unbedingt zu beachten sind!Darüber hinaus sollte unbedingt ein Abstand von 1,50 – 2,00 m zwischen den Ständen (Standplätze der Schützen) eingehalten werden, sofern keine behördliche Ausnahmegenehmigung vorliegt bzw. zwischen den Ständen keine Zwischenwände aus Plexiglas etc. vorhanden sind. Vor einem Wettkampf sollten daher die entsprechenden Kontaktflächen in jedem Fall desinfiziert werden. Der Gastverein sollte vorher über alle wesentlichen geltenden Regelungen informiert werden! Im Falle von größeren Infektionsgeschehen am Wettkampfort sollte vor der Absage des Wettkampfes über einen Tausch des Heimrechts nachgedacht werden. Im Fall von Quarantänemaßnahmen ist der Ligaleiter umgehend zu informieren!

Sollten aus irgendwelchen Gründen Mannschaften aus den bisher vorgesehenen Wettkampf-/Terminplan herausfallen (z.B. weil sie nun angesichts der gegebenen Umstände doch noch zurückziehen), haben die entsprechenden Gegner an den einzelnen Wettkampftagen frei. Ein aktualisierter Wettkampf-/Terminplan wird dann von den Ligaleitern erstellt.

Ergänzungen (Stand: 13.10.2020)

Auf entsprechender Nachfragen aus dem Kreis der beteiligten Mannschaften ist festgelegt worden,  dass ein Start von Schützen*innen in dem anscheinend nunmehr im Nordbereich der Bundesliga geplanten Ersatzformat (Deutsche Schießsport Liga) nicht mit einem Start in der RHL bzw. LOL kollidiert, da es sich nicht um eine offizielle Ligaveranstaltung des DSB handelt.

Dieser hat für die 1. und 2. Bundesliga die Saison abgesagt, weshalb Ziffer 3.4 Abs. 3 RhL-/LOL-Ordnung immer noch erfüllt ist, da diese Schützen nicht im offiziellen Ligasystem starten (egal ob in einer anderen Mannschaft des eigenen Vereins oder in einem fremden Verein).

Gleichwohl wäre es aus Gründen der Fairness wünschenswert, wenn Schützen*innen, die im Ersatzformat der Bundesliga starten, nicht auch noch parallel in der RhL bzw. LOL starten würden, um eine Chancengleichheit zu wahren.

Sollten noch irgendwelche Fragen bestehen, stehen die entsprechenden Ligaleiter und der Landessportleiter für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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